Von den Studenten, für die Studenten: Die SHSG

150 Studentenvertreter setzen sich jeden Tag für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen ein. Die Studentenschaft prägt das Leben an der HSG wie kein anderer Verein. Hier ein Einblick hinter die Kulissen der grössten studentischen Organisation unserer Universität.

Locker, engagiert und fest an der HSG verankert – so zeigten sich Shin Szedlak, Präsident der Studentenschaft (SHSG), und Samuel Brülisauer, Verantwortlicher der Interessenvertretung der SHSG, am Montag in den Auftaktveranstaltungen der Startwoche. Sie präsentierten eine Organisation, mit deren Initiativen früher oder später jeder Student in Kontakt kommen wird. Angefangen mit der SKK, welche die meisten schon in den ersten Tagen kennenlernen, wenn sie ihre neuen Unterrichtsmaterialien kaufen.

Im «prisma», dem hauseigenen Magazin, können sich die Studenten journalistisch betätigen und über praktisch alle Themen schreiben. Zwischen den Vorlesungen oder am Abend verbringt man an der Universität St.Gallen seine Zeit im «adhoc» oder im «Meeting Point». Hier kann man sich neben Muffins auch mit Kaffee, Tee und vielem mehr verköstigen. Zusammen mit Gastro Events bilden sie den «Bereich G». Im Ressort International (RI) sind seit 2012 alle internationalen Projekte der Studentenschaft untergebracht. Diese umfassen Austauschprogramme und internationale Begegnungsplattformen, die es den Studenten der HSG ermöglichen, neue Erfahrungen mit anderen Menschen und Kulturen zu gewinnen.

Grosses Engagement

«Man nutzt unser Angebot rege, aber noch verbindet man damit nicht immer die SHSG, daran müssen wir arbeiten», sagt der Präsident. Ein Amt, das es in sich hat. Er präsidiert einen Vorstand, der für rund 150 engagierte und tatkräftige HSGler verantwortlich ist. Diese setzen sich tagein, tagaus für das Wohle ihrer Kommilitonen ein. Szedlaks Pensum entspricht einer Anstellung von 60 bis 70 Prozent: während der Lern- und Prüfungsphase reduziert er sein Pensum, bei der Vorbereitung spezieller Ereignisse wie der Startwoche hat der Präsident mehr zu tun. Trotz der immensen Zusatzbelastung hat der charismatische Berner seinen Bachelor nicht unterbrochen. Er sieht in seinem Amt in erster Linie auch einen willkommenen Ausgleich zu den Strapazen des Studienalltags, dem er – neben dem Sport – gerne nachgeht. Hinzu kommt, dass Szedlak Teile des theoretischen Wissens, das er sich in den letzten Semestern angeeignet hat, nun in der Praxis anwenden kann.

Zu den Dienstleistungen, welche die SHSG ihren Mitgliedern anbietet, kommt auch die wichtige Aufgabe der Interessenvertretung hinzu. Der Vorstand und die Kommissionen arbeiten eng mit den obersten Organen der Universität zusammen. Sie alle haben das Ziel, die Universität langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln. Die SHSG versucht dabei immer, die Interessen der jetzigen, aber auch jene der künftigen Studenten zu berücksichtigen. Man nehme diese Arbeit gerne wahr und trotz Meinungsverschiedenheiten begegnet die Universität der SHSG mit Respekt und Offenheit, wie Szedlak betont. Als Präsident der Studentenschaft hat er von Amts wegen einen Sitz im Senat.

Nicht für die Ewigkeit

Die Zeit der Kooperation ist jedoch begrenzt, denn der Vorstand wird jedes Jahr neu bestellt. Dies bringt einige Schwierigkeiten mit sich, vor allem im Hinblick auf langfristige Projekte. Der jährliche Wechsel hat auch gute Seiten: «Man kann für die Zukunft einem Projekt ein gutes Fundament verleihen oder aber ein bestehendes Projekt erfolgreich weiterführen», fügt der Studentenvertreter an.

Wer sich gerne selbst für die Studentenschaft engagieren möchte, kann dies jederzeit tun. Ende September beginnt wieder die Bewerbungsfrist für die unzähligen Posten innerhalb der grössten Organisation der HSG.
(Von Ramon Eberdorfer / Roger Nüesch)

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