Grosse Kultur im kleinen St. Gallen

Kultur am ehemaligen Güterbahnhof. Die Lokremise lockt mit Programmkino, Theateraufführungen und einem Restaurant. Bild: Urs Bucher/Tagblatt

Kultur am ehemaligen Güterbahnhof. Die Lokremise lockt mit Programmkino, Theateraufführungen und einem Restaurant. Bild: Urs Bucher/Tagblatt

Genug von Parties und Vorlesungen? Wir finden heraus, wo man sich in der Stadt den Kopf mit Niveau durchspülen kann, der Schwan steppt und man in der Lage, ist ausgestopfte Tiere in ihrer ganzen Pracht von nahem zu bewundern.

 ST.GALLEN. Vieles zu erleben und einiges zu sehen gibt es in St.Gallen. Die Stadt mag zwar relativ klein sein, aber sie hat dennoch ihre zahlreichen Kulturstätten, die anzuschauen sich lohnt. Die verschiedenen Museen besitzen ein Sammelsurium an bedeutsamen Ausstellungsobjekten. Da wäre zum Beispiel das Naturkundemuseum an der Museumstrasse 32. Dort blickt einem eine Vielzahl von ausgestopften Tieren aus der Region entgegen, welche trotz ihres Dahinscheidens noch immer auf eine merkwürdige Art und Weise eine stumme Faszination bei den Besuchern bewirken.

Im gleichen Gebäude stellt das Kunstmuseum aktuelle Werke des international bekannten und in St.Gallen lebenden Künstlers Roman Signer aus.

Auch für jemanden, der sich gerne in der Welt der Musik verliert, besteht die Möglichkeit, diese Leidenschaft zu stillen. Ab Mitte Dezember wehen fesselnde Klänge aus der Tonhalle an der Museumsstrasse 25 und übertönen die dumpfen Geräusche der Schwanensee-Tänzer und -Tänzerinnen.

Abseits des Museumsviertels

Dank der Aufwertung des Bahnhofareals bleibt dem einmaligen Spanischen Klubhaus «Hogar Espa˜nol» vor seiner Schliessung im Mai 2015 nur wenig Zeit. Ein letzter Besuch lohnt sich nicht nur wegen des preiswerten Essens und Trinkens, sondern vor allem wegen dem einmaligen Ambiente der rustikalen Trinkhalle unmittelbar hinter dem Bahnhof.

Gleich ums Eck findet man den sich zuprostenden Kulturfilz der Stadt mit seinen angeregten Gesprächen: die Lokremise. Lest an der Bar des Kinok – dem ersten und grössten Programmkino der Ostschweiz – das aufwendig gestaltete Programmheft und wählt einen spannenden Film aus dem gut sortierten Programm aus. Für 40 Franken könnt ihrMitglied im Kinok werden und bezahlt 13 Monate nur 10 anstelle von 15 Franken für einen Eintritt. Weiter befinden sich noch ein Restaurant und die Kunstzone, ein Satellit des Kunstmuseums, in der Lok.

Wem das nicht genügt, für den hält das Kulturmagazin «Saiten» (www.saiten.ch) in seinem Kalender weitere spannende Infos zu aktuellen Veranstaltungen in den Bereichen Konzerte, Film, Bühne und Literatur bereit. (Von Alessandro Massaro / Roger Nüesch)

 

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